Unterhaltsvorschuss 2017: Endlich in Kraft – Rückwirkend zum 1. Juli 2017

Das neue Unterhaltsvorschussgesetz ist endlich in Kraft getreten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das entsprechende Gesetzespaket trotz verfassungsrechtlicher Bedenken unterschrieben. Es ist am Donnerstag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden.

Was Sie jetzt wissen müssen, damit Ihre Mandanten rückwirkend Ansprüche aus dem UVG stellen können, erfahren Sie hier.

Eigene Steuerklasse für Getrennterziehende?

Statt von Alleinerziehenden wird heute vermehrt von Getrennterziehenden oder auch Teilerziehenden gesprochen. Warum? Echte Alleinerziehende gibt es immer weniger, immer öfter teilen sich Paare auch nach der Trennung die Erziehung (zum Beispiel beim so genannten Wechselmodell).

Das Steuerrecht hinkt dieser Entwicklung aber hinterher – und die Forderungen nach einer Entlastung beider Elternteile häufen sich. Familienministerin Katarina Barley macht sich nun dafür stark, das Ehegattensplitting zu reformieren. Sie möchte einen Familientarif einführen, durch den unabhängig vom Familienstand auch getrennterziehende Eltern entlastet werden.

Was sich im Steuerrecht demnächst für Getrennterziehende ändern könnte, erfahren Sie hier.

Verfahrenskostenvorschuss besser im Scheidungsverbund beantragen?

Der BGH hat zum Thema Verfahrenskostenvorschuss und Scheidung nun festgestellt: Nach Rechtskraft der Scheidung kann kein Anspruch auf Verfahrenskostenvorschuss mehr entstehen. Deshalb kann es unter Umständen besser sein, für den „vollen“ Anspruch auf Verfahrenskostenvorschuss im Scheidungsverbund zu bleiben.

Besprechung zum Beschluss des BGH vom 12.04.2017 – XII ZB 254/16 – hier weiterlesen.