Gesetzestext FamFG

Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit

FNA : 315-24

Fassung vom 17.12.2008

Inkraft mit dem : 01.09.2009

Stand: 01.03.2017

Zuletzt geändert durch:Gesetz zur Änderung des Sachverständigenrechts und zur weiteren Änderung des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit sowie zur Änderung des Sozialgerichtsgesetzes, der Verwaltungsgerichtsordnung, der Finanzgerichtsordnung und des Gerichtskostengesetzes vom 11.10.2016 (BGBl. I S. 2222)

Änderungsnachweis
Titel Datum Änderungsart Fundstelle Paragraphen
Gesetz zur Umsetzung der Beteiligungsrichtlinie 12.03.2009 geaendert BGBl. I S. 470  
Gesetz zur Strukturreform des Versorgungsausgleichs 03.04.2009 geaendert BGBl. I S. 700  
Gesetz zur Änderung des Zugewinnausgleichs- und Vormundschaftsrechts 06.07.2009 geaendert BGBl. I S. 1696  
Gesetz zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung 29.07.2009 geaendert BGBl. I S. 2258  
Drittes Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts 29.07.2009 geaendert BGBl. I S. 2286  
Gesetz zur Modernisierung von Verfahren im anwaltlichen und notariellen Berufsrecht, zur Errichtung einer Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft sowie zur Änderung sonstiger Vorschriften 30.07.2009 geaendert BGBl. I S. 2449  
Gesetz zur Neuregelung der Rechtsverhältnisse bei Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen und zur verbesserten Durchsetzbarkeit von Ansprüchen von Anlegern aus Falschberatung 31.07.2009 geaendert BGBl. I S. 2512  
Gesetz zur Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanzrichtlinie 19.11.2010 geaendert BGBl. I S. 1592  
Restrukturierungsgesetz 09.12.2010 geaendert BGBl. I S. 1900  
Gesetz zur Modernisierung des Benachrichtigungswesens in Nachlasssachen durch Schaffung des Zentralen Testamentsregisters bei der Bundesnotarkammer und zur Fristverlängerung nach der Hofraumverordnung 22.12.2010 geaendert BGBl. I S. 2255  
Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union und zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an den EU-Visakodex 22.11.2011 geaendert BGBl. I S. 2258  
Gesetz zur Änderung von Vorschriften über Verkündung und Bekanntmachungen sowie der Zivilprozessordnung, des Gesetzes betreffend die Einführung der Zivilprozessordnung und der Abgabenordnung 22.12.2011 geaendert BGBl. I S. 3044  
Gesetz zu dem Abkommen vom 4. Februar 2010 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über den Güterstand der Wahl-Zugewinngemeinschaft 15.03.2012 geaendert BGBl. II S. 178  
Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung 21.07.2012 geaendert BGBl. I S. 1577  
Gesetz zur Einführung einer Rechtsbehelfsbelehrung im Zivilprozess und zur Änderung anderer Vorschriften 05.12.2012 geaendert BGBl. I S. 2418  
Gesetz zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme 18.02.2013 geaendert BGBl. I S. 266  
Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern 16.04.2013 geaendert BGBl. I S. 795  
Gesetz zur Reform des Seehandelsrechts 20.04.2013 geaendert BGBl. I S. 831  
Gesetz zur Übertragung von Aufgaben im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit auf Notare 26.06.2013 geaendert BGBl. I S. 1800  
Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2011/89/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. November 2011 zur Änderung der Richtlinien 98/78/EG, 2002/87/EG, 2006/48/EG und 2009/138/EG hinsichtlich der zusätzlichen Beaufsichtigung der Finanzunternehmen eines Finanzkonglomerats 27.06.2013 geaendert BGBl. I S. 1862  
Gesetz zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters 04.07.2013 geaendert BGBl. I S. 2176  
2. Kostenrechtsmodernisierungsgesetz 23.07.2013 geaendert BGBl. I S. 2586  
Gesetz zur Stärkung der Funktionen der Betreuungsbehörde 28.08.2013 geaendert BGBl. I S. 3393  
CRD IV-Umsetzunsgesetz 28.08.2013 geaendert BGBl. I S. 3395  
Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt 28.08.2013 geaendert BGBl. I S. 3458  
Gesetz zur Änderung des Prozesskostenhilfe- und Beratungshilferechts 31.08.2013 geaendert BGBl. I S. 3533  
Gesetz zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten 10.10.2013 geaendert BGBl. I S. 3786  
Gesetz zur Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Sukzessivadoption durch Lebenspartner 20.06.2014 geaendert BGBl. I S. 786  
Gesetz zur Modernisierung der Finanzaufsicht über Versicherungen 01.04.2015 geaendert BGBl. I S. 434  
Gesetz zum Internationalen Erbrecht und zur Änderung von Vorschriften zum Erbschein sowie zur Änderung sonstiger Vorschriften 29.06.2015 geaendert BGBl. I S. 1042  
Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung 27.07.2015 geaendert BGBl. I S. 1386  
Zehnte Zuständigkeitsanpassungsverordnung 31.08.2015 geaendert BGBl. I S. 1474  
Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts und des Unterhaltsverfahrensrechts sowie zur Änderung der Zivilprozessordnung und kostenrechtlicher Vorschriften 20.11.2015 geaendert BGBl. I S. 2018  
Neuntes Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch – Rechtsvereinfachung – sowie zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht 26.07.2016 geaendert BGBl. I S. 1824  
Gesetz zur Änderung des Sachverständigenrechts und zur weiteren Änderung des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit sowie zur Änderung des Sozialgerichtsgesetzes, der Verwaltungsgerichtsordnung, der Finanzgerichtsordnung und des Gerichtskostengesetzes 11.10.2016 geaendert BGBl. I S. 2222  

Inhaltsverzeichnis

Buch 1 Allgemeiner Teil

Abschnitt 1 Allgemeine Vorschriften…


§ 1 Anwendungsbereich


§ 2 Örtliche Zuständigkeit…


§ 3 Verweisung bei Unzuständigkeit…


§ 4 Abgabe an ein anderes Gericht


§ 5 Gerichtliche Bestimmung der Zuständigkeit…


§ 6 Ausschließung und Ablehnung der Gerichtspersonen…


§ 7 Beteiligte…


§ 8 Beteiligtenfähigkeit


§ 9 Verfahrensfähigkeit…


§ 10 Bevollmächtigte…


§ 11 Verfahrensvollmacht


§ 12 Beistand


§ 13 Akteneinsicht…


§ 14 Elektronische Akte; elektronisches Dokument…


§ 14 a Formulare; Verordnungsermächtigung


§ 15 Bekanntgabe; formlose Mitteilung…


§ 16 Fristen


§ 17 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand…


§ 18 Antrag auf Wiedereinsetzung…


§ 19 Entscheidung über die Wiedereinsetzung…


§ 20 Verfahrensverbindung und -trennung


§ 21 Aussetzung des Verfahrens


§ 22 Antragsrücknahme; Beendigungserklärung…


§ 22 a Mitteilungen an die Familien- und Betreuungsgerichte…

Abschnitt 2 Verfahren im ersten Rechtszug…


§ 23 Verfahrenseinleitender Antrag


§ 24 Anregung des Verfahrens


§ 25 Anträge und Erklärungen zur Niederschrift der Geschäftsstelle…


§ 26 Ermittlung von Amts wegen


§ 27 Mitwirkung der Beteiligten


§ 28 Verfahrensleitung…


§ 29 Beweiserhebung…


§ 30 Förmliche Beweisaufnahme…


§ 31 Glaubhaftmachung


§ 32 Termin…


§ 33 Persönliches Erscheinen der Beteiligten…


§ 34 Persönliche Anhörung…


§ 35 Zwangsmittel…


§ 36 Vergleich…


§ 36 a Mediation, außergerichtliche Konfliktbeilegung…


§ 37 Grundlage der Entscheidung

Abschnitt 3 Beschluss


§ 38 Entscheidung durch Beschluss…


§ 39 Rechtsbehelfsbelehrung


§ 40 Wirksamwerden…


§ 41 Bekanntgabe des Beschlusses…


§ 42 Berichtigung des Beschlusses…


§ 43 Ergänzung des Beschlusses


§ 44 Abhilfe bei Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör…


§ 45 Formelle Rechtskraft


§ 46 Rechtskraftzeugnis


§ 47 Wirksam bleibende Rechtsgeschäfte


§ 48 Abänderung und Wiederaufnahme…

Abschnitt 4 Einstweilige Anordnung


§ 49 Einstweilige Anordnung


§ 50 Zuständigkeit


§ 51 Verfahren…


§ 52 Einleitung des Hauptsacheverfahrens


§ 53 Vollstreckung


§ 54 Aufhebung oder Änderung der Entscheidung…


§ 55 Aussetzung der Vollstreckung


§ 56 Außerkrafttreten…


§ 57 Rechtsmittel

Abschnitt 5 Rechtsmittel

Unterabschnitt 1 Beschwerde…


§ 58 Statthaftigkeit der Beschwerde…


§ 59 Beschwerdeberechtigte…


§ 60 Beschwerderecht Minderjähriger


§ 61 Beschwerdewert; Zulassungsbeschwerde…


§ 62 Statthaftigkeit der Beschwerde nach Erledigung der Hauptsache…


§ 63 Beschwerdefrist…


§ 64 Einlegung der Beschwerde…


§ 65 Beschwerdebegründung…


§ 66 Anschlussbeschwerde


§ 67 Verzicht auf die Beschwerde; Rücknahme der Beschwerde…


§ 68 Gang des Beschwerdeverfahrens…


§ 69 Beschwerdeentscheidung…

Unterabschnitt 2 Rechtsbeschwerde


§ 70 Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde…


§ 71 Frist und Form der Rechtsbeschwerde…


§ 72 Gründe der Rechtsbeschwerde…


§ 73 Anschlussrechtsbeschwerde


§ 74 Entscheidung über die Rechtsbeschwerde…


§ 74 a Zurückweisungsbeschluss…


§ 75 Sprungrechtsbeschwerde

Abschnitt 6 Verfahrenskostenhilfe


§ 76 Voraussetzungen


§ 77 Bewilligung


§ 78 Beiordnung eines Rechtsanwalts…


§ 79 (weggefallen)

Abschnitt 7 Kosten


§ 80 Umfang der Kostenpflicht


§ 81 Grundsatz der Kostenpflicht…


§ 82 Zeitpunkt der Kostenentscheidung


§ 83 Kostenpflicht bei Vergleich, Erledigung und Rücknahme…


§ 84 Rechtsmittelkosten


§ 85 Kostenfestsetzung

Abschnitt 8 Vollstreckung

Unterabschnitt 1 Allgemeine Vorschriften


§ 86 Vollstreckungstitel…


§ 87 Verfahren; Beschwerde…

Unterabschnitt 2 Vollstreckung von Entscheidungen über die Herausgabe von Personen und die Regelung des Um…


§ 88 Grundsätze…


§ 89 Ordnungsmittel…


§ 90 Anwendung unmittelbaren Zwanges…


§ 91 Richterlicher Durchsuchungsbeschluss…


§ 92 Vollstreckungsverfahren…


§ 93 Einstellung der Vollstreckung…


§ 94 Eidesstattliche Versicherung

Unterabschnitt 3 Vollstreckung nach der Zivilprozessordnung


§ 95 Anwendung der Zivilprozessordnung…


§ 96 Vollstreckung in Verfahren nach dem Gewaltschutzgesetz und in Ehewohnungssachen…


§ 96 a Vollstreckung in Abstammungssachen…

Abschnitt 9 Verfahren mit Auslandsbezug

Unterabschnitt 1 Verhältnis zu völkerrechtlichen Vereinbarungen und Rechtsakten der Europäischen Gemeinsch…


§ 97 Vorrang und Unberührtheit…

Unterabschnitt 2 Internationale Zuständigkeit…


§ 98 Ehesachen; Verbund von Scheidungs- und Folgesachen…


§ 99 Kindschaftssachen…


§ 100 Abstammungssachen


§ 101 Adoptionssachen


§ 102 Versorgungsausgleichssachen


§ 103 Lebenspartnerschaftssachen…


§ 104 Betreuungs- und Unterbringungssachen; Pflegschaft für Erwachsene…


§ 105 Andere Verfahren


§ 106 Keine ausschließliche Zuständigkeit

Unterabschnitt 3 Anerkennung und Vollstreckbarkeit ausländischer Entscheidungen…


§ 107 Anerkennung ausländischer Entscheidungen in Ehesachen…


§ 108 Anerkennung anderer ausländischer Entscheidungen…


§ 109 Anerkennungshindernisse…


§ 110 Vollstreckbarkeit ausländischer Entscheidungen…

Buch 2 Verfahren in Familiensachen

Abschnitt 1 Allgemeine Vorschriften


§ 111 Familiensachen


§ 112 Familienstreitsachen


§ 113 Anwendung von Vorschriften der Zivilprozessordnung…


§ 114 Vertretung durch einen Rechtsanwalt; Vollmacht…


§ 115 Zurückweisung von Angriffs- und Verteidigungsmitteln


§ 116 Entscheidung durch Beschluss; Wirksamkeit…


§ 117 Rechtsmittel in Ehe- und Familienstreitsachen…


§ 118 Wiederaufnahme


§ 119 Einstweilige Anordnung und Arrest


§ 120 Vollstreckung…

Abschnitt 2 Verfahren in Ehesachen; Verfahren in Scheidungssachen und Folgesachen

Unterabschnitt 1 Verfahren in Ehesachen…


§ 121 Ehesachen


§ 122 Örtliche Zuständigkeit


§ 123 Abgabe bei Anhängigkeit mehrerer Ehesachen


§ 124 Antrag


§ 125 Verfahrensfähigkeit


§ 126 Mehrere Ehesachen; Ehesachen und andere Verfahren…


§ 127 Eingeschränkte Amtsermittlung…


§ 128 Persönliches Erscheinen der Ehegatten…


§ 129 Mitwirkung der Verwaltungsbehörde oder dritter Personen…


§ 130 Säumnis der Beteiligten


§ 131 Tod eines Ehegatten


§ 132 Kosten bei Aufhebung der Ehe…

Unterabschnitt 2 Verfahren in Scheidungssachen und Folgesachen…


§ 133 Inhalt der Antragsschrift…


§ 134 Zustimmung zur Scheidung und zur Rücknahme; Widerruf…


§ 135 Außergerichtliche Konfliktbeilegung über Folgesachen


§ 136 Aussetzung des Verfahrens…


§ 137 Verbund von Scheidungs- und Folgesachen…


§ 138 Beiordnung eines Rechtsanwalts…


§ 139 Einbeziehung weiterer Beteiligter und dritter Personen…


§ 140 Abtrennung…


§ 141 Rücknahme des Scheidungsantrags


§ 142 Einheitliche Endentscheidung; Abweisung des Scheidungsantrags…


§ 143 Einspruch


§ 144 Verzicht auf Anschlussrechtsmittel


§ 145 Befristung und Einschränkung von Rechtsmittelerweiterung und Anschlussrechtsmittel…


§ 146 Zurückverweisung


§ 147 Erweiterte Aufhebung


§ 148 Wirksamwerden von Entscheidungen in Folgesachen


§ 149 Erstreckung der Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe


§ 150 Kosten in Scheidungssachen und Folgesachen…

Abschnitt 3 Verfahren in Kindschaftssachen…


§ 151 Kindschaftssachen


§ 152 Örtliche Zuständigkeit…


§ 153 Abgabe an das Gericht der Ehesache


§ 154 Verweisung bei einseitiger Änderung des Aufenthalts des Kindes


§ 155 Vorrang- und Beschleunigungsgebot…


§ 155 a Verfahren zur Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge…


§ 155 b Beschleunigungsrüge…


§ 155 c Beschleunigungsbeschwerde…


§ 156 Hinwirken auf Einvernehmen…


§ 157 Erörterung der Kindeswohlgefährdung; einstweilige Anordnung…


§ 158 Verfahrensbeistand…


§ 159 Persönliche Anhörung des Kindes…


§ 160 Anhörung der Eltern…


§ 161 Mitwirkung der Pflegeperson


§ 162 Mitwirkung des Jugendamts…


§ 163 Sachverständigengutachten…


§ 163 a Ausschluss der Vernehmung des Kindes


§ 164 Bekanntgabe der Entscheidung an das Kind


§ 165 Vermittlungsverfahren…


§ 166 Abänderung und Überprüfung von Entscheidungen und gerichtlich gebilligten Vergleichen…


§ 167 Anwendbare Vorschriften bei Unterbringung Minderjähriger…


§ 167 a Besondere Vorschriften für Verfahren nach § 1686 a des Bürgerlichen Gesetzbuchs…


§ 168 Beschluss über Zahlungen des Mündels…


§ 168 a Mitteilungspflichten des Standesamts…

Abschnitt 4 Verfahren in Abstammungssachen…


§ 169 Abstammungssachen


§ 170 Örtliche Zuständigkeit…


§ 171 Antrag


§ 172 Beteiligte


§ 173 Vertretung eines Kindes durch einen Beistand


§ 174 Verfahrensbeistand


§ 175 Erörterungstermin; persönliche Anhörung…


§ 176 Anhörung des Jugendamts


§ 177 Eingeschränkte Amtsermittlung; förmliche Beweisaufnahme…


§ 178 Untersuchungen zur Feststellung der Abstammung…


§ 179 Mehrheit von Verfahren


§ 180 Erklärungen zur Niederschrift des Gerichts


§ 181 Tod eines Beteiligten


§ 182 Inhalt des Beschlusses


§ 183 Kosten bei Anfechtung der Vaterschaft


§ 184 Wirksamkeit des Beschlusses; Ausschluss der Abänderung; ergänzende Vorschriften über die Beschwerde…


§ 185 Wiederaufnahme des Verfahrens…

Abschnitt 5 Verfahren in Adoptionssachen…


§ 186 Adoptionssachen


§ 187 Örtliche Zuständigkeit…


§ 188 Beteiligte


§ 189 Fachliche Äußerung einer Adoptionsvermittlungsstelle


§ 190 Bescheinigung über den Eintritt der Vormundschaft


§ 191 Verfahrensbeistand


§ 192 Anhörung der Beteiligten…


§ 193 Anhörung weiterer Personen


§ 194 Anhörung des Jugendamts


§ 195 Anhörung des Landesjugendamts


§ 196 Unzulässigkeit der Verbindung


§ 197 Beschluss über die Annahme als Kind…


§ 198 Beschluss in weiteren Verfahren…


§ 199 Anwendung des Adoptionswirkungsgesetzes

Abschnitt 6 Verfahren in Ehewohnungs- und Haushaltssachen…


§ 200 Ehewohnungssachen; Haushaltssachen


§ 201 Örtliche Zuständigkeit


§ 202 Abgabe an das Gericht der Ehesache


§ 203 Antrag…


§ 204 Beteiligte


§ 205 Anhörung des Jugendamts in Ehewohnungssachen…


§ 206 Besondere Vorschriften in Haushaltssachen…


§ 207 Erörterungstermin


§ 208 Tod eines Ehegatten


§ 209 Durchführung der Entscheidung, Wirksamkeit…

Abschnitt 7 Verfahren in Gewaltschutzsachen


§ 210 Gewaltschutzsachen


§ 211 Örtliche Zuständigkeit


§ 212 Beteiligte


§ 213 Anhörung des Jugendamts


§ 214 Einstweilige Anordnung


§ 215 Durchführung der Endentscheidung


§ 216 Wirksamkeit; Vollstreckung vor Zustellung…


§ 216 a Mitteilung von Entscheidungen

Abschnitt 8 Verfahren in Versorgungsausgleichssachen…


§ 217 Versorgungsausgleichssachen


§ 218 Örtliche Zuständigkeit


§ 219 Beteiligte


§ 220 Verfahrensrechtliche Auskunftspflicht…


§ 221 Erörterung, Aussetzung…


§ 222 Durchführung der externen Teilung…


§ 223 Antragserfordernis für Ausgleichsansprüche nach der Scheidung


§ 224 Entscheidung über den Versorgungsausgleich…


§ 225 Zulässigkeit einer Abänderung des Wertausgleichs bei der Scheidung…


§ 226 Durchführung einer Abänderung des Wertausgleichs bei der Scheidung…


§ 227 Sonstige Abänderungen


§ 228 Zulässigkeit der Beschwerde


§ 229 Elektronischer Rechtsverkehr zwischen den Familiengerichten und den Versorgungsträgern…


§ 230 (weggefallen)

Abschnitt 9 Verfahren in Unterhaltssachen

Unterabschnitt 1 Besondere Verfahrensvorschriften…


§ 231 Unterhaltssachen

§ 232 Örtliche Zuständigkeit…


§ 233 Abgabe an das Gericht der Ehesache


§ 234 Vertretung eines Kindes durch einen Beistand


§ 235 Verfahrensrechtliche Auskunftspflicht der Beteiligten…


§ 236 Verfahrensrechtliche Auskunftspflicht Dritter…


§ 237 Unterhalt bei Feststellung der Vaterschaft…


§ 238 Abänderung gerichtlicher Entscheidungen…


§ 239 Abänderung von Vergleichen und Urkunden…


§ 240 Abänderung von Entscheidungen nach den §§ 237 und 253…


§ 241 Verschärfte Haftung


§ 242 Einstweilige Einstellung der Vollstreckung


§ 243 Kostenentscheidung


§ 244 Unzulässiger Einwand der Volljährigkeit


§ 245 Bezifferung dynamisierter Unterhaltstitel zur Zwangsvollstreckung im Ausland…

Unterabschnitt 2 Einstweilige Anordnung


§ 246 Besondere Vorschriften für die einstweilige Anordnung…


§ 247 Einstweilige Anordnung vor Geburt des Kindes…


§ 248 Einstweilige Anordnung bei Feststellung der Vaterschaft…

Unterabschnitt 3 Vereinfachtes Verfahren über den Unterhalt Minderjähriger…


§ 249 Statthaftigkeit des vereinfachten Verfahrens…


§ 250 Antrag…


§ 251 Maßnahmen des Gerichts


§ 252 Einwendungen des Antragsgegners…


§ 253 Festsetzungsbeschluss


§ 254 Mitteilungen über Einwendungen


§ 255 Streitiges Verfahren…


§ 256 Beschwerde


§ 257 Besondere Verfahrensvorschriften


§ 258 Sonderregelungen für maschinelle Bearbeitung…


§ 259 Formulare


§ 260 Bestimmung des Amtsgerichts…

Abschnitt 10 Verfahren in Güterrechtssachen


§ 261 Güterrechtssachen


§ 262 Örtliche Zuständigkeit


§ 263 Abgabe an das Gericht der Ehesache


§ 264 Verfahren auf Stundung und auf Übertragung von Vermögensgegenständen…


§ 265 Einheitliche Entscheidung

Abschnitt 11 Verfahren in sonstigen Familiensachen


§ 266 Sonstige Familiensachen


§ 267 Örtliche Zuständigkeit


§ 268 Abgabe an das Gericht der Ehesache

Abschnitt 12 Verfahren in Lebenspartnerschaftssachen


§ 269 Lebenspartnerschaftssachen…


§ 270 Anwendbare Vorschriften

Buch 3 Verfahren in Betreuungs- und Unterbringungssachen

Abschnitt 1 Verfahren in Betreuungssachen…


§ 271 Betreuungssachen


§ 272 Örtliche Zuständigkeit


§ 273 Abgabe bei Änderung des gewöhnlichen Aufenthalts


§ 274 Beteiligte…


§ 275 Verfahrensfähigkeit


§ 276 Verfahrenspfleger…


§ 277 Vergütung und Aufwendungsersatz des Verfahrenspflegers…


§ 278 Anhörung des Betroffenen…


§ 279 Anhörung der sonstigen Beteiligten, der Betreuungsbehörde und des gesetzlichen Vertreters…


§ 280 Einholung eines Gutachtens…


§ 281 Ärztliches Zeugnis; Entbehrlichkeit eines Gutachtens…


§ 282 Vorhandene Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung…


§ 283 Vorführung zur Untersuchung…


§ 284 Unterbringung zur Begutachtung…


§ 285 Herausgabe einer Betreuungsverfügung oder der Abschrift einer Vorsorgevollmacht…


§ 286 Inhalt der Beschlussformel…


§ 287 Wirksamwerden von Beschlüssen…


§ 288 Bekanntgabe


§ 289 Verpflichtung des Betreuers


§ 290 Bestellungsurkunde


§ 291 Überprüfung der Betreuerauswahl


§ 292 Zahlungen an den Betreuer


§ 293 Erweiterung der Betreuung oder des Einwilligungsvorbehalts…


§ 294 Aufhebung und Einschränkung der Betreuung oder des Einwilligungsvorbehalts…


§ 295 Verlängerung der Betreuung oder des Einwilligungsvorbehalts…


§ 296 Entlassung des Betreuers und Bestellung eines neuen Betreuers…


§ 297 Sterilisation…


§ 298 Verfahren in Fällen des § 1904 des Bürgerlichen Gesetzbuchs…


§ 299 Verfahren in anderen Entscheidungen


§ 300 Einstweilige Anordnung


§ 301 Einstweilige Anordnung bei gesteigerter Dringlichkeit…


§ 302 Dauer der einstweiligen Anordnung


§ 303 Ergänzende Vorschriften über die Beschwerde…


§ 304 Beschwerde der Staatskasse


§ 305 Beschwerde des Untergebrachten


§ 306 Aufhebung des Einwilligungsvorbehalts


§ 307 Kosten in Betreuungssachen


§ 308 Mitteilung von Entscheidungen…


§ 309 Besondere Mitteilungen


§ 310 Mitteilungen während einer Unterbringung


§ 311 Mitteilungen zur Strafverfolgung

Abschnitt 2 Verfahren in Unterbringungssachen…


§ 312 Unterbringungssachen


§ 313 Örtliche Zuständigkeit…


§ 314 Abgabe der Unterbringungssache


§ 315 Beteiligte…


§ 316 Verfahrensfähigkeit


§ 317 Verfahrenspfleger…


§ 318 Vergütung und Aufwendungsersatz des Verfahrenspflegers


§ 319 Anhörung des Betroffenen…


§ 320 Anhörung der sonstigen Beteiligten und der zuständigen Behörde


§ 321 Einholung eines Gutachtens


§ 322 Vorführung zur Untersuchung; Unterbringung zur Begutachtung


§ 323 Inhalt der Beschlussformel


§ 324 Wirksamwerden von Beschlüssen


§ 325 Bekanntgabe


§ 326 Zuführung zur Unterbringung…


§ 327 Vollzugsangelegenheiten…


§ 328 Aussetzung des Vollzugs


§ 329 Dauer und Verlängerung der Unterbringung…


§ 330 Aufhebung der Unterbringung


§ 331 Einstweilige Anordnung


§ 332 Einstweilige Anordnung bei gesteigerter Dringlichkeit


§ 333 Dauer der einstweiligen Anordnung


§ 334 Einstweilige Maßregeln


§ 335 Ergänzende Vorschriften über die Beschwerde…


§ 336 Einlegung der Beschwerde durch den Betroffenen


§ 337 Kosten in Unterbringungssachen


§ 338 Mitteilung von Entscheidungen


§ 339 Benachrichtigung von Angehörigen

Abschnitt 3 Verfahren in betreuungsgerichtlichen Zuweisungssachen


§ 340 Betreuungsgerichtliche Zuweisungssachen


§ 341 Örtliche Zuständigkeit

Buch 4 Verfahren in Nachlass- und Teilungssachen

Abschnitt 1 Begriffsbestimmung; örtliche Zuständigkeit


§ 342 Begriffsbestimmung


§ 343 Örtliche Zuständigkeit…


§ 344 Besondere örtliche Zuständigkeit…

Abschnitt 2 Verfahren in Nachlasssachen

Unterabschnitt 1 Allgemeine Bestimmungen


§ 345 Beteiligte…

Unterabschnitt 2 Verwahrung von Verfügungen von Todes wegen


§ 346 Verfahren bei besonderer amtlicher Verwahrung…


§ 347 Mitteilung über die Verwahrung…

Unterabschnitt 3 Eröffnung von Verfügungen von Todes wegen


§ 348 Eröffnung von Verfügungen von Todes wegen durch das Nachlassgericht…


§ 349 Besonderheiten bei der Eröffnung von gemeinschaftlichen Testamenten und Erbverträgen…


§ 350 Eröffnung der Verfügung von Todes wegen durch ein anderes Gericht…


§ 351 Eröffnungsfrist für Verfügungen von Todes wegen

Unterabschnitt 4 Erbscheinsverfahren; Testamentsvollstreckung…


§ 352 Angaben im Antrag auf Erteilung eines Erbscheins; Nachweis der Richtigkeit…


§ 352 a Gemeinschaftlicher Erbschein…


§ 352 b Inhalt des Erbscheins für den Vorerben; Angabe des Testamentsvollstreckers…


§ 352 c Gegenständlich beschränkter Erbschein…


§ 352 d Öffentliche Aufforderung


§ 352 e Entscheidung über Erbscheinsanträge…


§ 353 Einziehung oder Kraftloserklärung von Erbscheinen…


§ 354 Sonstige Zeugnisse


§ 355 Testamentsvollstreckung…

Unterabschnitt 5 Sonstige verfahrensrechtliche Regelungen…


§ 356 Mitteilungspflichten


§ 357 Einsicht in eine eröffnete Verfügung von Todes wegen; Ausfertigung eines Erbscheins oder anderen Z…


§ 358 Zwang zur Ablieferung von Testamenten


§ 359 Nachlassverwaltung


§ 360 Bestimmung einer Inventarfrist…


§ 361 Eidesstattliche Versicherung


§ 362 Stundung des Pflichtteilsanspruchs

Abschnitt 3 Verfahren in Teilungssachen…


§ 363 Antrag…


§ 364 (weggefallen)


§ 365 Ladung


§ 366 Außergerichtliche Vereinbarung…


§ 367 Wiedereinsetzung


§ 368 Auseinandersetzungsplan; Bestätigung…


§ 369 Verteilung durch das Los


§ 370 Aussetzung bei Streit


§ 371 Wirkung der bestätigten Vereinbarung und Auseinandersetzung; Vollstreckung…


§ 372 Rechtsmittel


§ 373 Auseinandersetzung einer Gütergemeinschaft…

Buch 5 Verfahren in Registersachen, unternehmensrechtliche Verfahren

Abschnitt 1 Begriffsbestimmung


§ 374 Registersachen


§ 375 Unternehmensrechtliche Verfahren

Abschnitt 2 Zuständigkeit


§ 376 Besondere Zuständigkeitsregelungen


§ 377 Örtliche Zuständigkeit…

Abschnitt 3 Registersachen

Unterabschnitt 1 Verfahren


§ 378 Antragsrecht der Notare


§ 379 Mitteilungspflichten der Behörden…


§ 380 Beteiligung der berufsständischen Organe; Beschwerderecht…


§ 381 Aussetzung des Verfahrens


§ 382 Entscheidung über Eintragungsanträge…


§ 383 Mitteilung; Anfechtbarkeit…


§ 384 Von Amts wegen vorzunehmende Eintragungen…


§ 385 Einsicht in die Register


§ 386 Bescheinigungen


§ 387 Ermächtigungen…

Unterabschnitt 2 Zwangsgeldverfahren


§ 388 Androhung


§ 389 Festsetzung…


§ 390 Verfahren bei Einspruch…


§ 391 Beschwerde


§ 392 Verfahren bei unbefugtem Firmengebrauch…

Unterabschnitt 3 Löschungs- und Auflösungsverfahren


§ 393 Löschung einer Firma…


§ 394 Löschung vermögensloser Gesellschaften und Genossenschaften…


§ 395 Löschung unzulässiger Eintragungen…


§ 396 (weggefallen)


§ 397 Löschung nichtiger Gesellschaften und Genossenschaften


§ 398 Löschung nichtiger Beschlüsse


§ 399 Auflösung wegen Mangels der Satzung…

Unterabschnitt 4 Ergänzende Vorschriften für das Vereinsregister


§ 400 Mitteilungspflichten


§ 401 Entziehung der Rechtsfähigkeit

Abschnitt 4 Unternehmensrechtliche Verfahren


§ 402 Anfechtbarkeit…


§ 403 Weigerung des Dispacheurs


§ 404 Aushändigung von Schriftstücken; Einsichtsrecht…


§ 405 Termin; Ladung…


§ 406 Verfahren im Termin…


§ 407 Verfolgung des Widerspruchs


§ 408 Beschwerde


§ 409 Wirksamkeit; Vollstreckung…

Buch 6 Verfahren in weiteren Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit


§ 410 Weitere Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit


§ 411 Örtliche Zuständigkeit…


§ 412 Beteiligte


§ 413 Eidesstattliche Versicherung


§ 414 Unanfechtbarkeit

Buch 7 Verfahren in Freiheitsentziehungssachen…


§ 415 Freiheitsentziehungssachen


§ 416 Örtliche Zuständigkeit


§ 417 Antrag


§ 418 Beteiligte


§ 419 Verfahrenspfleger…


§ 420 Anhörung; Vorführung…


§ 421 Inhalt der Beschlussformel


§ 422 Wirksamwerden von Beschlüssen…


§ 423 Absehen von der Bekanntgabe


§ 424 Aussetzung des Vollzugs


§ 425 Dauer und Verlängerung der Freiheitsentziehung…


§ 426 Aufhebung


§ 427 Einstweilige Anordnung


§ 428 Verwaltungsmaßnahme; richterliche Prüfung


§ 429 Ergänzende Vorschriften über die Beschwerde…


§ 430 Auslagenersatz


§ 431 Mitteilung von Entscheidungen


§ 432 Benachrichtigung von Angehörigen

Buch 8 Verfahren in Aufgebotssachen

Abschnitt 1 Allgemeine Verfahrensvorschriften


§ 433 Aufgebotssachen


§ 434 Antrag; Inhalt des Aufgebots


§ 435 Öffentliche Bekanntmachung


§ 436 Gültigkeit der öffentlichen Bekanntmachung


§ 437 Aufgebotsfrist


§ 438 Anmeldung nach dem Anmeldezeitpunkt


§ 439 Erlass des Ausschließungsbeschlusses; Beschwerde; Wiedereinsetzung und Wiederaufnahme…


§ 440 Wirkung einer Anmeldung


§ 441 Öffentliche Zustellung des Ausschließungsbeschlusses

Abschnitt 2 Aufgebot des Eigentümers von Grundstücken, Schiffen und Schiffsbauwerken…


§ 442 Aufgebot des Grundstückseigentümers; örtliche Zuständigkeit…


§ 443 Antragsberechtigter


§ 444 Glaubhaftmachung


§ 445 Inhalt des Aufgebots


§ 446 Aufgebot des Schiffseigentümers

Abschnitt 3 Aufgebot des Gläubigers von Grund- und Schiffspfandrechten sowie des Berechtigten sonstiger ding…


§ 447 Aufgebot des Grundpfandrechtsgläubigers; örtliche Zuständigkeit…


§ 448 Antragsberechtigter


§ 449 Glaubhaftmachung


§ 450 Besondere Glaubhaftmachung…


§ 451 Verfahren bei Ausschluss mittels Hinterlegung…


§ 452 Aufgebot des Schiffshypothekengläubigers; örtliche Zuständigkeit…


§ 453 Aufgebot des Berechtigten bei Vormerkung, Vorkaufsrecht, Reallast…

Abschnitt 4 Aufgebot von Nachlassgläubigern…


§ 454 Aufgebot von Nachlassgläubigern; örtliche Zuständigkeit…


§ 455 Antragsberechtigter…


§ 456 Verzeichnis der Nachlassgläubiger


§ 457 Nachlassinsolvenzverfahren


§ 458 Inhalt des Aufgebots; Aufgebotsfrist…


§ 459 Forderungsanmeldung


§ 460 Mehrheit von Erben


§ 461 Nacherbfolge


§ 462 Gütergemeinschaft…


§ 463 Erbschaftskäufer


§ 464 Aufgebot der Gesamtgutsgläubiger

Abschnitt 5 Aufgebot der Schiffsgläubiger


§ 465 Aufgebot der Schiffsgläubiger…

Abschnitt 6 Aufgebot zur Kraftloserklärung von Urkunden…


§ 466 Örtliche Zuständigkeit…


§ 467 Antragsberechtigter


§ 468 Antragsbegründung


§ 469 Inhalt des Aufgebots


§ 470 Ergänzende Bekanntmachung in besonderen Fällen


§ 471 Wertpapiere mit Zinsscheinen


§ 472 Zinsscheine für mehr als vier Jahre…


§ 473 Vorlegung der Zinsscheine


§ 474 Abgelaufene Ausgabe der Zinsscheine


§ 475 Anmeldezeitpunkt bei bestimmter Fälligkeit


§ 476 Aufgebotsfrist


§ 477 Anmeldung der Rechte


§ 478 Ausschließungsbeschluss…


§ 479 Wirkung des Ausschließungsbeschlusses…


§ 480 Zahlungssperre…


§ 481 Entbehrlichkeit des Zeugnisses nach § 471 Abs. 2


§ 482 Aufhebung der Zahlungssperre…


§ 483 Hinkende Inhaberpapiere


§ 484 Vorbehalt für die Landesgesetzgebung…

Buch 9 Schlussvorschriften


§ 485 Verhältnis zu anderen Gesetzen


§ 486 Landesrechtliche Vorbehalte; Ergänzungs- und Ausführungsbestimmungen…


§ 487 Nachlassauseinandersetzung; Auseinandersetzung einer Gütergemeinschaft…


§ 488 Verfahren vor landesgesetzlich zugelassenen Behörden…


§ 489 Rechtsmittel


§ 490 Landesrechtliche Aufgebotsverfahren


§ 491 Landesrechtliche Vorbehalte bei Verfahren zur Kraftloserklärung von Urkunden…


§ 492 Anwendbare Vorschriften bei Zuständigkeit von Notaren…


§ 493 Übergangsvorschriften

§ 1 FamFG  
Anwendungsbereich 

Dieses Gesetz gilt für das Verfahren in Familiensachen sowie in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, soweit sie durch Bundesgesetz den Gerichten zugewiesen sind.

§ 2 FamFG  
Örtliche Zuständigkeit 

(1) 
Unter mehreren örtlich zuständigen Gerichten ist das Gericht zuständig, das zuerst mit der Angelegenheit befasst ist.

(2) 
Die örtliche Zuständigkeit eines Gerichts bleibt bei Veränderung der sie begründenden Umstände erhalten.

(3) 
Gerichtliche Handlungen sind nicht deswegen unwirksam, weil sie von einem örtlich unzuständigen Gericht vorgenommen worden sind.

§ 3 FamFG  
Verweisung bei Unzuständigkeit 

(1) 

1Ist das angerufene Gericht örtlich oder sachlich unzuständig, hat es sich, sofern das zuständige Gericht bestimmt werden kann, durch Beschluss für unzuständig zu erklären und die Sache an das zuständige Gericht zu verweisen. 2Vor der Verweisung sind die Beteiligten anzuhören.

(2) 

1Sind mehrere Gerichte zuständig, ist die Sache an das vom Antragsteller gewählte Gericht zu verweisen. 2Unterbleibt die Wahl oder ist das Verfahren von Amts wegen eingeleitet worden, ist die Sache an das vom angerufenen Gericht bestimmte Gericht zu verweisen.

(3) 

1Der Beschluss ist nicht anfechtbar. 2Er ist für das als zuständig bezeichnete Gericht bindend.

(4) 
Die im Verfahren vor dem angerufenen Gericht entstehenden Kosten werden als Teil der Kosten behandelt, die bei dem im Beschluss bezeichneten Gericht anfallen.

§ 4 FamFG  
Abgabe an ein anderes Gericht 


1Das Gericht kann die Sache aus wichtigem Grund an ein anderes Gericht abgeben, wenn sich dieses zur Übernahme der Sache bereit erklärt hat. 2Vor der Abgabe sollen die Beteiligten angehört werden.


§ 5 FamFG  
Gerichtliche Bestimmung der Zuständigkeit 

(1) 
Das zuständige Gericht wird durch das nächsthöhere gemeinsame Gericht bestimmt:

1. wenn das an sich zuständige Gericht in einem einzelnen Fall an der Ausübung der Gerichtsbarkeit rechtlich oder tatsächlich verhindert ist;
2. wenn es mit Rücksicht auf die Grenzen verschiedener Gerichtsbezirke oder aus sonstigen tatsächlichen Gründen ungewiss ist, welches Gericht für das Verfahren zuständig ist;
3. wenn verschiedene Gerichte sich rechtskräftig für zuständig erklärt haben;
4. wenn verschiedene Gerichte, von denen eines für das Verfahren zuständig ist, sich rechtskräftig für unzuständig erklärt haben;
5. wenn eine Abgabe aus wichtigem Grund (§ 4) erfolgen soll, die Gerichte sich jedoch nicht einigen können.

(2) 
Ist das nächsthöhere gemeinsame Gericht der Bundesgerichtshof, wird das zuständige Gericht durch das Oberlandesgericht bestimmt, zu dessen Bezirk das zuerst mit der Sache befasste Gericht gehört.

(3) 
Der Beschluss, der das zuständige Gericht bestimmt, ist nicht anfechtbar.

§ 6 FamFG  
Ausschließung und Ablehnung der Gerichtspersonen 

(1) 

1Für die Ausschließung und Ablehnung der Gerichtspersonen gelten die §§ 41 bis 49 der Zivilprozessordnung entsprechend. 2Ausgeschlossen ist auch, wer bei einem vorausgegangenen Verwaltungsverfahren mitgewirkt hat.

(2) 
Der Beschluss, durch den das Ablehnungsgesuch für unbegründet erklärt wird, ist mit der sofortigen Beschwerde in entsprechender Anwendung der §§ 567 bis 572 der Zivilprozessordnung anfechtbar.

§ 7 FamFG  
Beteiligte 

(1) 
In Antragsverfahren ist der Antragsteller Beteiligter.

(2) 
Als Beteiligte sind hinzuzuziehen:

1. diejenigen, deren Recht durch das Verfahren unmittelbar betroffen wird,
2. diejenigen, die auf Grund dieses oder eines anderen Gesetzes von Amts wegen oder auf Antrag zu beteiligen sind.

(3) 
Das Gericht kann von Amts wegen oder auf Antrag weitere Personen als Beteiligte hinzuziehen, soweit dies in diesem oder einem anderen Gesetz vorgesehen ist.

(4) 

1Diejenigen, die auf ihren Antrag als Beteiligte zu dem Verfahren hinzuzuziehen sind oder hinzugezogen werden können, sind von der Einleitung des Verfahrens zu benachrichtigen, soweit sie dem Gericht bekannt sind. 2Sie sind über ihr Antragsrecht zu belehren.

(5) 

1Das Gericht entscheidet durch Beschluss, wenn es einem Antrag auf Hinzuziehung gemäß Absatz 2 oder Absatz 3 nicht entspricht. 2Der Beschluss ist mit der sofortigen Beschwerde in entsprechender Anwendung der §§ 567 bis 572 der Zivilprozessordnung anfechtbar.

(6) 
Wer anzuhören ist oder eine Auskunft zu erteilen hat, ohne dass die Voraussetzungen des Absatzes 2 oder Absatzes 3 vorliegen, wird dadurch nicht Beteiligter.

§ 8 FamFG  
Beteiligtenfähigkeit 

Beteiligtenfähig sind

1. natürliche und juristische Personen,
2. Vereinigungen, Personengruppen und Einrichtungen, soweit ihnen ein Recht zustehen kann,
3. Behörden.

§ 9 FamFG  
Verfahrensfähigkeit 

(1) 
Verfahrensfähig sind

1. die nach bürgerlichem Recht Geschäftsfähigen,
2. die nach bürgerlichem Recht beschränkt Geschäftsfähigen, soweit sie für den Gegenstand des Verfahrens nach bürgerlichem Recht als geschäftsfähig anerkannt sind,
3. die nach bürgerlichem Recht beschränkt Geschäftsfähigen, soweit sie das 14. Lebensjahr vollendet haben und sie in einem Verfahren, das ihre Person betrifft, ein ihnen nach bürgerlichem Recht zustehendes Recht geltend machen,
4. diejenigen, die auf Grund dieses oder eines anderen Gesetzes dazu bestimmt werden.

(2) 
Soweit ein Geschäftsunfähiger oder in der Geschäftsfähigkeit Beschränkter nicht verfahrensfähig ist, handeln für ihn die nach bürgerlichem Recht dazu befugten Personen.

(3) 
Für Vereinigungen sowie für Behörden handeln ihre gesetzlichen Vertreter und Vorstände.

(4) 
Das Verschulden eines gesetzlichen Vertreters steht dem Verschulden eines Beteiligten gleich.

(5) 
Die §§ 53 bis 58 der Zivilprozessordnung gelten entsprechend.

§ 10 FamFG  
Bevollmächtigte 

(1) 
Soweit eine Vertretung durch Rechtsanwälte nicht geboten ist, können die Beteiligten das Verfahren selbst betreiben.

(2) 

1Die Beteiligten können sich durch einen Rechtsanwalt als Bevollmächtigten vertreten lassen. 2Darüber hinaus sind als Bevollmächtigte, soweit eine Vertretung durch Rechtsanwälte nicht geboten ist, vertretungsbefugt nur

1. Beschäftigte des Beteiligten oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens (§ 15 des Aktiengesetzes); Behörden und juristische Personen des öffentlichen Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse können sich auch durch Beschäftigte anderer Behörden oder juristischer Personen des öffentlichen Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse vertreten lassen;
2. volljährige Familienangehörige (§ 15 der Abgabenordnung, § 11 des Lebenspartnerschaftsgesetzes), Personen mit Befähigung zum Richteramt und die Beteiligten, wenn die Vertretung nicht im Zusammenhang mit einer entgeltlichen Tätigkeit steht;
3. Notare.

(3) 

1Das Gericht weist Bevollmächtigte, die nicht nach Maßgabe des Absatzes 2 vertretungsbefugt sind, durch unanfechtbaren Beschluss zurück. 2Verfahrenshandlungen, die ein nicht vertretungsbefugter Bevollmächtigter bis zu seiner Zurückweisung vorgenommen hat, und Zustellungen oder Mitteilungen an diesen Bevollmächtigten sind wirksam. 3Das Gericht kann den in Absatz 2 Satz 2 Nr. 1 und 2 bezeichneten Bevollmächtigten durch unanfechtbaren Beschluss die weitere Vertretung untersagen, wenn sie nicht in der Lage sind, das Sach- und Streitverhältnis sachgerecht darzustellen.

(4) 

1Vor dem Bundesgerichtshof müssen sich die Beteiligten, außer im Verfahren über die Ausschließung und Ablehnung von Gerichtspersonen und im Verfahren über die Verfahrenskostenhilfe, durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt vertreten lassen. 2Behörden und juristische Personen des öffentlichen Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse können sich durch eigene Beschäftigte mit Befähigung zum Richteramt oder durch Beschäftigte mit Befähigung zum Richteramt anderer Behörden oder juristischer Personen des öffentlichen Rechts einschließlich der von ihnen zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben gebildeten Zusammenschlüsse vertreten lassen. 3Für die Beiordnung eines Notanwaltes gelten die §§ 78 b und 78 c der Zivilprozessordnung entsprechend.

(5) 
Richter dürfen nicht als Bevollmächtigte vor dem Gericht auftreten, dem sie angehören.

§ 11 FamFG  
Verfahrensvollmacht 


1Die Vollmacht ist schriftlich zu den Gerichtsakten einzureichen. 2Sie kann nachgereicht werden; hierfür kann das Gericht eine Frist bestimmen. 3Der Mangel der Vollmacht kann in jeder Lage des Verfahrens geltend gemacht werden. 4Das Gericht hat den Mangel der Vollmacht von Amts wegen zu berücksichtigen, wenn nicht als Bevollmächtigter ein Rechtsanwalt oder Notar auftritt. 5Im Übrigen gelten die §§ 81 bis 87 und 89 der Zivilprozessordnung entsprechend.

§ 12 FamFG  
Beistand 


1Im Termin können die Beteiligten mit Beiständen erscheinen. 2Beistand kann sein, wer in Verfahren, in denen die Beteiligten das Verfahren selbst betreiben können, als Bevollmächtigter zur Vertretung befugt ist. 3Das Gericht kann andere Personen als Beistand zulassen, wenn dies sachdienlich ist und hierfür nach den Umständen des Einzelfalls ein Bedürfnis besteht. 4§ 10 Abs. 3 Satz 1 und 3 und Abs. 5 gilt entsprechend. 5Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit es nicht von diesem sofort widerrufen oder berichtigt wird.

§ 13 FamFG  
Akteneinsicht 

(1) 
Die Beteiligten können die Gerichtsakten auf der Geschäftsstelle einsehen, soweit nicht schwerwiegende Interessen eines Beteiligten oder eines Dritten entgegenstehen.

(2) 

1Personen, die an dem Verfahren nicht beteiligt sind, kann Einsicht nur gestattet werden, soweit sie ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen und schutzwürdige Interessen eines Beteiligten oder eines Dritten nicht entgegenstehen. 2Die Einsicht ist zu versagen, wenn ein Fall des § 1758 des Bürgerlichen Gesetzbuchs vorliegt.

(3) 

1Soweit Akteneinsicht gewährt wird, können die Berechtigten sich auf ihre Kosten durch die Geschäftsstelle Ausfertigungen, Auszüge und Abschriften erteilen lassen. 2Die Abschrift ist auf Verlangen zu beglaubigen.

(4) 

1Einem Rechtsanwalt, einem Notar oder einer beteiligten Behörde kann das Gericht die Akten in die Amts- oder Geschäftsräume überlassen. 2Ein Recht auf Überlassung von Beweisstücken in die Amts- oder Geschäftsräume besteht nicht. 3Die Entscheidung nach Satz 1 ist nicht anfechtbar.

(5) 

1Werden die Gerichtsakten elektronisch geführt, gilt § 299 Abs. 3 der Zivilprozessordnung entsprechend. 2Der elektronische Zugriff nach § 299 Abs. 3 Satz 2 und 3 der Zivilprozessordnung kann auch dem Notar oder der beteiligten Behörde gestattet werden.

(6) 
Die Entwürfe zu Beschlüssen und Verfügungen, die zu ihrer Vorbereitung gelieferten Arbeiten sowie die Dokumente, die Abstimmungen betreffen, werden weder vorgelegt noch abschriftlich mitgeteilt.

(7) 
Über die Akteneinsicht entscheidet das Gericht, bei Kollegialgerichten der Vorsitzende.

§ 14 FamFG  
Elektronische Akte; elektronisches Dokument 

(1) 

1Die Gerichtsakten können elektronisch geführt werden. 2§ 298 a Abs. 2 und 3 der Zivilprozessordnung gilt entsprechend.

(2) 

1Die Beteiligten können Anträge und Erklärungen als elektronisches Dokument übermitteln. 2Für das elektronische Dokument gelten § 130 a Abs. 1 und 3 sowie § 298 der Zivilprozessordnung entsprechend.

(3) 
Für das gerichtliche elektronische Dokument gelten die §§ 130 b und 298 der Zivilprozessordnung entsprechend.

(4) 

1Die Bundesregierung und die Landesregierungen bestimmen für ihren Bereich durch Rechtsverordnung den Zeitpunkt, von dem an elektronische Akten geführt und elektronische Dokumente bei Gericht eingereicht werden können. 2Die Bundesregierung und die Landesregierungen bestimmen für ihren Bereich durch Rechtsverordnung die geltenden organisatorisch-technischen Rahmenbedingungen für die Bildung, Führung und Aufbewahrung der elektronischen Akten und die für die Bearbeitung der Dokumente geeignete Form. 3Die Landesregierungen können die Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die jeweils zuständige oberste Landesbehörde übertragen. 4Die Zulassung der elektronischen Akte und der elektronischen Form kann auf einzelne Gerichte oder Verfahren beschränkt werden.

(5) 

1Sind die Gerichtsakten nach ordnungsgemäßen Grundsätzen zur Ersetzung der Urschrift auf einen Bild- oder anderen Datenträger übertragen worden und liegt der schriftliche Nachweis darüber vor, dass die Wiedergabe mit der Urschrift übereinstimmt, so können Ausfertigungen, Auszüge und Abschriften von dem Bild- oder dem Datenträger erteilt werden. 2Auf der Urschrift anzubringende Vermerke werden in diesem Fall bei dem Nachweis angebracht.

§ 14 a FamFG  
Formulare; Verordnungsermächtigung 


1Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz kann durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates elektronische Formulare einführen. 2Die Rechtsverordnung kann bestimmen, dass die in den Formularen enthaltenen Angaben ganz oder teilweise in strukturierter maschinenlesbarer Form zu übermitteln sind. 3Die Formulare sind auf einer in der Rechtsverordnung zu bestimmenden Kommunikationsplattform im Internet zur Nutzung bereitzustellen. 4Die Rechtsverordnung kann bestimmen, dass eine Identifikation des Formularverwenders abweichend von § 130 a Absatz 3 der Zivilprozessordnung auch durch Nutzung des elektronischen Identitätsnachweises nach § 18 des Personalausweisgesetzes oder § 78 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes erfolgen kann.

§ 15 FamFG  
Bekanntgabe; formlose Mitteilung 

(1) 
Dokumente, deren Inhalt eine Termins- oder Fristbestimmung enthält oder den Lauf einer Frist auslöst, sind den Beteiligten bekannt zu geben.

(2) 

1Die Bekanntgabe kann durch Zustellung nach den §§ 166 bis 195 der Zivilprozessordnung oder dadurch bewirkt werden, dass das Schriftstück unter der Anschrift des Adressaten zur Post gegeben wird. 2Soll die Bekanntgabe im Inland bewirkt werden, gilt das Schriftstück drei Tage nach Aufgabe zur Post als bekannt gegeben, wenn nicht der Beteiligte glaubhaft macht, dass ihm das Schriftstück nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist.

(3) 
Ist eine Bekanntgabe nicht geboten, können Dokumente den Beteiligten formlos mitgeteilt werden.

§ 16 FamFG  
Fristen 

(1) 
Der Lauf einer Frist beginnt, soweit nichts anderes bestimmt ist, mit der Bekanntgabe.

(2) 
Für die Fristen gelten die §§ 222 und 224 Abs. 2 und 3 sowie § 225 der Zivilprozessordnung entsprechend.

§ 17 FamFG  
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand 

(1) 
War jemand ohne sein Verschulden verhindert, eine gesetzliche Frist einzuhalten, ist ihm auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren.

(2) 
Ein Fehlen des Verschuldens wird vermutet, wenn eine Rechtsbehelfsbelehrung unterblieben oder fehlerhaft ist.

§ 18 FamFG  
Antrag auf Wiedereinsetzung 

(1) 

1Der Antrag auf Wiedereinsetzung ist binnen zwei Wochen nach Wegfall des Hindernisses zu stellen. 2Ist der Beteiligte verhindert, die Frist zur Begründung der Rechtsbeschwerde einzuhalten, beträgt die Frist einen Monat.

(2) 
Die Form des Antrags auf Wiedereinsetzung richtet sich nach den Vorschriften, die für die versäumte Verfahrenshandlung gelten.

(3) 

1Die Tatsachen zur Begründung des Antrags sind bei der Antragstellung oder im Verfahren über den Antrag glaubhaft zu machen. 2Innerhalb der Antragsfrist ist die versäumte Rechtshandlung nachzuholen. 3Ist dies geschehen, kann die Wiedereinsetzung auch ohne Antrag gewährt werden.

(4) 
Nach Ablauf eines Jahres, von dem Ende der versäumten Frist an gerechnet, kann Wiedereinsetzung nicht mehr beantragt oder ohne Antrag bewilligt werden.

§ 19 FamFG  
Entscheidung über die Wiedereinsetzung 

(1) 
Über die Wiedereinsetzung entscheidet das Gericht, das über die versäumte Rechtshandlung zu befinden hat.

(2) 
Die Wiedereinsetzung ist nicht anfechtbar.

(3) 
Die Versagung der Wiedereinsetzung ist nach den Vorschriften anfechtbar, die für die versäumte Rechtshandlung gelten.

§ 20 FamFG  
Verfahrensverbindung und -trennung 

Das Gericht kann Verfahren verbinden oder trennen, soweit es dies für sachdienlich hält.

§ 21 FamFG  
Aussetzung des Verfahrens 

(1) 

1Das Gericht kann das Verfahren aus wichtigem Grund aussetzen, insbesondere wenn die Entscheidung ganz oder zum Teil von dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverhältnisses abhängt, das den Gegenstand eines anderen anhängigen Verfahrens bildet oder von einer Verwaltungsbehörde festzustellen ist. 2§ 249 der Zivilprozessordnung ist entsprechend anzuwenden.

(2) 
Der Beschluss ist mit der sofortigen Beschwerde in entsprechender Anwendung der §§ 567 bis 572 der Zivilprozessordnung anfechtbar.

§ 22 FamFG  
Antragsrücknahme; Beendigungserklärung 

(1) 


1Ein Antrag kann bis zur Rechtskraft der Endentscheidung zurückgenommen werden. 2Die Rücknahme bedarf nach Erlass der Endentscheidung der Zustimmung der übrigen Beteiligten.

(2) 

1Eine bereits ergangene, noch nicht rechtskräftige Endentscheidung wird durch die Antragsrücknahme wirkungslos, ohne dass es einer ausdrücklichen Aufhebung bedarf. 2Das Gericht stellt auf Antrag die nach Satz 1 eintretende Wirkung durch Beschluss fest. 3Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

(3) 
Eine Entscheidung über einen Antrag ergeht nicht, soweit sämtliche Beteiligte erklären, dass sie das Verfahren beenden wollen.

(4) 
Die Absätze 2 und 3 gelten nicht in Verfahren, die von Amts wegen eingeleitet werden können.

§ 22 a FamFG  
Mitteilungen an die Familien- und Betreuungsgerichte 

(1) 
Wird infolge eines gerichtlichen Verfahrens eine Tätigkeit des Familien- oder Betreuungsgerichts erforderlich, hat das Gericht dem Familien- oder Betreuungsgericht Mitteilung zu machen.

(2) 

1Im Übrigen dürfen Gerichte und Behörden dem Familien- oder Betreuungsgericht personenbezogene Daten übermitteln, wenn deren Kenntnis aus ihrer Sicht für familien- oder betreuungsgerichtliche Maßnahmen erforderlich ist, soweit nicht für die übermittelnde Stelle erkennbar ist, dass schutzwürdige Interessen des Betroffenen an dem Ausschluss der Übermittlung das Schutzbedürfnis eines Minderjährigen oder Betreuten oder das öffentliche Interesse an der Übermittlung überwiegen. 2Die Übermittlung unterbleibt, wenn ihr eine besondere bundes- oder entsprechende landesgesetzliche Verwendungsregelung entgegensteht.

§ 23 FamFG  
Verfahrenseinleitender Antrag 

(1) 

1Ein verfahrenseinleitender Antrag soll begründet werden. 2In dem Antrag sollen die zur Begründung dienenden Tatsachen und Beweismittel angegeben sowie die Personen benannt werden, die als Beteiligte in Betracht kommen. 3Der Antrag soll in geeigneten Fällen die Angabe enthalten, ob der Antragstellung der Versuch einer Mediation oder eines anderen Verfahrens der außergerichtlichen Konfliktbeilegung vorausgegangen ist, sowie eine Äußerung dazu, ob einem solchen Verfahren Gründe entgegenstehen. 4Urkunden, auf die Bezug genommen wird, sollen in Urschrift oder Abschrift beigefügt werden. 5Der Antrag soll von dem Antragsteller oder seinem Bevollmächtigten unterschrieben werden.

(2) 
Das Gericht soll den Antrag an die übrigen Beteiligten übermitteln.

§ 24 FamFG  
Anregung des Verfahrens 

(1) 
Soweit Verfahren von Amts wegen eingeleitet werden können, kann die Einleitung eines Verfahrens angeregt werden.

(2) 
Folgt das Gericht der Anregung nach Absatz 1 nicht, hat es denjenigen, der die Einleitung angeregt hat, darüber zu unterrichten, soweit ein berechtigtes Interesse an der Unterrichtung ersichtlich ist.

§ 25 FamFG  
Anträge und Erklärungen zur Niederschrift der Geschäftsstelle 

(1) 
Die Beteiligten können Anträge und Erklärungen gegenüber dem zuständigen Gericht schriftlich oder zur Niederschrift der Geschäftsstelle abgeben, soweit eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt nicht notwendig ist.

(2) 
Anträge und Erklärungen, deren Abgabe vor dem Urkundsbeamten der Geschäftsstelle zulässig ist, können vor der Geschäftsstelle eines jeden Amtsgerichts zur Niederschrift abgegeben werden.

(3) 

1Die Geschäftsstelle hat die Niederschrift unverzüglich an das Gericht zu übermitteln, an das der Antrag oder die Erklärung gerichtet ist. 2Die Wirkung einer Verfahrenshandlung tritt nicht ein, bevor die Niederschrift dort eingeht.

§ 26 FamFG  
Ermittlung von Amts wegen 

Das Gericht hat von Amts wegen die zur Feststellung der entscheidungserheblichen Tatsachen erforderlichen Ermittlungen durchzuführen.

§ 27 FamFG  
Mitwirkung der Beteiligten 

(1) 
Die Beteiligten sollen bei der Ermittlung des Sachverhalts mitwirken.

(2) 
Die Beteiligten haben ihre Erklärungen über tatsächliche Umstände vollständig und der Wahrheit gemäß abzugeben.

§ 28 FamFG  
Verfahrensleitung 

(1) 

1Das Gericht hat darauf hinzuwirken, dass die Beteiligten sich rechtzeitig über alle erheblichen Tatsachen erklären und ungenügende tatsächliche Angaben ergänzen. 2Es hat die Beteiligten auf einen rechtlichen Gesichtspunkt hinzuweisen, wenn es ihn anders beurteilt als die Beteiligten und seine Entscheidung darauf stützen will.

(2) 
In Antragsverfahren hat das Gericht auch darauf hinzuwirken, dass Formfehler beseitigt und sachdienliche Anträge gestellt werden.

(3) 
Hinweise nach dieser Vorschrift hat das Gericht so früh wie möglich zu erteilen und aktenkundig zu machen.

(4) 

1Über Termine und persönliche Anhörungen hat das Gericht einen Vermerk zu fertigen; für die Niederschrift des Vermerks kann ein Urkundsbeamter der Geschäftsstelle hinzugezogen werden, wenn dies auf Grund des zu erwartenden Umfangs des Vermerks, in Anbetracht der Schwierigkeit der Sache oder aus einem sonstigen wichtigen Grund erforderlich ist. 2In den Vermerk sind die wesentlichen Vorgänge des Termins und der persönlichen Anhörung aufzunehmen. 3Über den Versuch einer gütlichen Einigung vor einem Güterichter nach § 36 Absatz 5 wird ein Vermerk nur angefertigt, wenn alle Beteiligten sich einverstanden erklären. 4Die Herstellung durch Aufzeichnung auf Datenträger in der Form des § 14 Abs. 3 ist möglich.

§ 29 FamFG  
Beweiserhebung 

(1) 

1Das Gericht erhebt die erforderlichen Beweise in geeigneter Form. 2Es ist hierbei an das Vorbringen der Beteiligten nicht gebunden.

(2) 
Die Vorschriften der Zivilprozessordnung über die Vernehmung bei Amtsverschwiegenheit und das Recht zur Zeugnisverweigerung gelten für die Befragung von Auskunftspersonen entsprechend.

(3) 
Das Gericht hat die Ergebnisse der Beweiserhebung aktenkundig zu machen.

§ 30 FamFG  
Förmliche Beweisaufnahme 

(1) 
Das Gericht entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen, ob es die entscheidungserheblichen Tatsachen durch eine förmliche Beweisaufnahme entsprechend der Zivilprozessordnung feststellt.

(2) 
Eine förmliche Beweisaufnahme hat stattzufinden, wenn es in diesem Gesetz vorgesehen ist.

(3) 
Eine förmliche Beweisaufnahme über die Richtigkeit einer Tatsachenbehauptung soll stattfinden, wenn das Gericht seine Entscheidung maßgeblich auf die Feststellung dieser Tatsache stützen will und die Richtigkeit von einem Beteiligten ausdrücklich bestritten wird.

(4) 
Den Beteiligten ist Gelegenheit zu geben, zum Ergebnis einer förmlichen Beweisaufnahme Stellung zu nehmen, soweit dies zur Aufklärung des Sachverhalts oder zur Gewährung rechtlichen Gehörs erforderlich ist.

§ 31 FamFG  
Glaubhaftmachung 

(1) 
Wer eine tatsächliche Behauptung glaubhaft zu machen hat, kann sich aller Beweismittel bedienen, auch zur Versicherung an Eides statt zugelassen werden.

(2) 
Eine Beweisaufnahme, die nicht sofort erfolgen kann, ist unstatthaft.

§ 32 FamFG  
Termin 

(1) 

1Das Gericht kann die Sache mit den Beteiligten in einem Termin erörtern. 2Die §§ 219, 227 Abs. 1, 2 und 4 der Zivilprozessordnung gelten entsprechend.

(2) 
Zwischen der Ladung und dem Termin soll eine angemessene Frist liegen.

(3) 
In geeigneten Fällen soll das Gericht die Sache mit den Beteiligten im Wege der Bild- und Tonübertragung in entsprechender Anwendung des § 128 a der Zivilprozessordnung erörtern.

§ 33 FamFG  
Persönliches Erscheinen der Beteiligten 

(1) 

1Das Gericht kann das persönliche Erscheinen eines Beteiligten zu einem Termin anordnen und ihn anhören, wenn dies zur Aufklärung des Sachverhalts sachdienlich erscheint. 2Sind in einem Verfahren mehrere Beteiligte persönlich anzuhören, hat die Anhörung eines Beteiligten in Abwesenheit der anderen Beteiligten stattzufinden, falls dies zum Schutz des anzuhörenden Beteiligten oder aus anderen Gründen erforderlich ist.

(2) 

1Der verfahrensfähige Beteiligte ist selbst zu laden, auch wenn er einen Bevollmächtigten hat; dieser ist von der Ladung zu benachrichtigen. 2Das Gericht soll die Zustellung der Ladung anordnen, wenn das Erscheinen eines Beteiligten ungewiss ist.

(3) 

1Bleibt der ordnungsgemäß geladene Beteiligte unentschuldigt im Termin aus, kann gegen ihn durch Beschluss ein Ordnungsgeld verhängt werden. 2Die Festsetzung des Ordnungsgeldes kann wiederholt werden. 3Im Fall des wiederholten, unentschuldigten Ausbleibens kann die Vorführung des Beteiligten angeordnet werden. 4Erfolgt eine genügende Entschuldigung nachträglich und macht der Beteiligte glaubhaft, dass ihn an der Verspätung der Entschuldigung kein Verschulden trifft, werden die nach den Sätzen 1 bis 3 getroffenen Anordnungen aufgehoben. 5Der Beschluss, durch den ein Ordnungsmittel verhängt wird, ist mit der sofortigen Beschwerde in entsprechender Anwendung der §§ 567 bis 572 der Zivilprozessordnung anfechtbar.

(4) 
Der Beteiligte ist auf die Folgen seines Ausbleibens in der Ladung hinzuweisen.

§ 34 FamFG  
Persönliche Anhörung 

(1) 
Das Gericht hat einen Beteiligten persönlich anzuhören,

1. wenn dies zur Gewährleistung des rechtlichen Gehörs des Beteiligten erforderlich ist oder
2. wenn dies in diesem oder in einem anderen Gesetz vorgeschrieben ist.

(2) 
Die persönliche Anhörung eines Beteiligten kann unterbleiben, wenn hiervon erhebliche Nachteile für seine Gesundheit zu besorgen sind oder der Beteiligte offensichtlich nicht in der Lage ist, seinen Willen kundzutun.

(3) 

1Bleibt der Beteiligte im anberaumten Anhörungstermin unentschuldigt aus, kann das Verfahren ohne seine persönliche Anhörung beendet werden. 2Der Beteiligte ist auf die Folgen seines Ausbleibens hinzuweisen.

§ 35 FamFG  
Zwangsmittel 

(1) 

1Ist auf Grund einer gerichtlichen Anordnung die Verpflichtung zur Vornahme oder Unterlassung einer Handlung durchzusetzen, kann das Gericht, sofern ein Gesetz nicht etwas anderes bestimmt, gegen den Verpflichteten durch Beschluss Zwangsgeld festsetzen. 2Das Gericht kann für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, Zwangshaft anordnen. 3Verspricht die Anordnung eines Zwangsgeldes keinen Erfolg, soll das Gericht Zwangshaft anordnen.

(2) 
Die gerichtliche Entscheidung, die die Verpflichtung zur Vornahme oder Unterlassung einer Handlung anordnet, hat auf die Folgen einer Zuwiderhandlung gegen die Entscheidung hinzuweisen.

(3) 

1Das einzelne Zwangsgeld darf den Betrag von 25 000 Euro nicht übersteigen. 2Mit der Festsetzung des Zwangsmittels sind dem Verpflichteten zugleich die Kosten dieses Verfahrens aufzuerlegen. 3Für den Vollzug der Haft gelten § 802 g Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2, die §§ 802 h und 802 j Abs. 1 der Zivilprozessordnung entsprechend.

(4) 

1Ist die Verpflichtung zur Herausgabe oder Vorlage einer Sache oder zur Vornahme einer vertretbaren Handlung zu vollstrecken, so kann das Gericht, soweit ein Gesetz nicht etwas anderes bestimmt, durch Beschluss neben oder anstelle einer Maßnahme nach den Absätzen 1, 2 die in §§ 883, 886, 887 der Zivilprozessordnung vorgesehenen Maßnahmen anordnen. 2Die §§ 891 und 892 der Zivilprozessordnung gelten entsprechend.

(5) 
Der Beschluss, durch den Zwangsmaßnahmen angeordnet werden, ist mit der sofortigen Beschwerde in entsprechender Anwendung der §§ 567 bis 572 der Zivilprozessordnung anfechtbar.

§ 36 FamFG  
Vergleich 

(1) 

1Die Beteiligten können einen Vergleich schließen, soweit sie über den Gegenstand des Verfahrens verfügen können. 2Das Gericht soll außer in Gewaltschutzsachen auf eine gütliche Einigung der Beteiligten hinwirken.

(2) 

1Kommt eine Einigung im Termin zustande, ist hierüber eine Niederschrift anzufertigen. 2Die Vorschriften der Zivilprozessordnung über die Niederschrift des Vergleichs sind entsprechend anzuwenden.

(3) 
Ein nach Absatz 1 Satz 1 zulässiger Vergleich kann auch schriftlich entsprechend § 278 Abs. 6 der Zivilprozessordnung geschlossen werden.

(4) 
Unrichtigkeiten in der Niederschrift oder in dem Beschluss über den Vergleich können entsprechend § 164 der Zivilprozessordnung berichtigt werden.

(5) 

1Das Gericht kann die Beteiligten für den Versuch einer gütlichen Einigung vor einen hierfür bestimmten und nicht entscheidungsbefugten Richter (Güterichter) verweisen. 2Der Güterichter kann alle Methoden der Konfliktbeilegung einschließlich der Mediation einsetzen. 3Für das Verfahren vor dem Güterichter gelten die Absätze 1 bis 4 entsprechend.

§ 36 a FamFG  
Mediation, außergerichtliche Konfliktbeilegung 

(1) 

1Das Gericht kann einzelnen oder allen Beteiligten eine Mediation oder ein anderes Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung vorschlagen. 2In Gewaltschutzsachen sind die schutzwürdigen Belange der von Gewalt betroffenen Person zu wahren.

(2) 
Entscheiden sich die Beteiligten zur Durchführung einer Mediation oder eines anderen Verfahrens der außergerichtlichen Konfliktbeilegung, setzt das Gericht das Verfahren aus.

(3) 
Gerichtliche Anordnungs- und Genehmigungsvorbehalte bleiben von der Durchführung einer Mediation oder eines anderen Verfahrens der außergerichtlichen Konfliktbeilegung unberührt.

§ 37 FamFG  
Grundlage der Entscheidung 

(1) 
Das Gericht entscheidet nach seiner freien, aus dem gesamten Inhalt des Verfahrens gewonnenen Überzeugung.

(2) 
Das Gericht darf eine Entscheidung, die die Rechte eines Beteiligten beeinträchtigt, nur auf Tatsachen und Beweisergebnisse stützen, zu denen dieser Beteiligte sich äußern konnte.

§ 38 FamFG  
Entscheidung durch Beschluss 

(1) 

1Das Gericht entscheidet durch Beschluss, soweit durch die Entscheidung der Verfahrensgegenstand ganz oder teilweise erledigt wird (Endentscheidung). 2Für Registersachen kann durch Gesetz Abweichendes bestimmt werden.

(2) 
Der Beschluss enthält

1. die Bezeichnung der Beteiligten, ihrer gesetzlichen Vertreter und der Bevollmächtigten;
2. die Bezeichnung des Gerichts und die Namen der Gerichtspersonen, die bei der Entscheidung mitgewirkt haben;
3. die Beschlussformel.

(3) 

1Der Beschluss ist zu begründen. 2Er ist zu unterschreiben. 3Das Datum der Übergabe des Beschlusses an die Geschäftsstelle oder der Bekanntgabe durch Verlesen der Beschlussformel (Erlass) ist auf dem Beschluss zu vermerken.

(4) 
Einer Begründung bedarf es nicht, soweit

1. die Entscheidung auf Grund eines Anerkenntnisses oder Verzichts oder als Versäumnisentscheidung ergeht und entsprechend bezeichnet ist,
2. gleichgerichteten Anträgen der Beteiligten stattgegeben wird oder der Beschluss nicht dem erklärten Willen eines Beteiligten widerspricht oder
3. der Beschluss in Gegenwart aller Beteiligten mündlich bekannt gegeben wurde und alle Beteiligten auf Rechtsmittel verzichtet haben.

(5) 
Absatz 4 ist nicht anzuwenden:

1. in Ehesachen, mit Ausnahme der eine Scheidung aussprechenden Entscheidung;
2. in Abstammungssachen;
3. in Betreuungssachen;
4. wenn zu erwarten ist, dass der Beschluss im Ausland geltend gemacht werden wird.

(6) 
Soll ein ohne Begründung hergestellter Beschluss im Ausland geltend gemacht werden, gelten die Vorschriften über die Vervollständigung von Versäumnis- und Anerkenntnisentscheidungen entsprechend.

§ 39 FamFG  
Rechtsbehelfsbelehrung 


1Jeder Beschluss hat eine Belehrung über das statthafte Rechtsmittel, den Einspruch, den Widerspruch oder die Erinnerung sowie das Gericht, bei dem diese Rechtsbehelfe einzulegen sind, dessen Sitz und die einzuhaltende Form und Frist zu enthalten. 2Über die Sprungrechtsbeschwerde muss nicht belehrt werden.

§ 40 FamFG  
Wirksamwerden 

(1) 
Der Beschluss wird wirksam mit Bekanntgabe an den Beteiligten, für den er seinem wesentlichen Inhalt nach bestimmt ist.

(2) 

1Ein Beschluss, der die Genehmigung eines Rechtsgeschäfts zum Gegenstand hat, wird erst mit Rechtskraft wirksam. 2Dies ist mit der Entscheidung auszusprechen.

(3) 

1Ein Beschluss, durch den auf Antrag die Ermächtigung oder die Zustimmung eines anderen zu einem Rechtsgeschäft ersetzt oder die Beschränkung oder Ausschließung der Berechtigung des Ehegatten oder Lebenspartners, Geschäfte mit Wirkung für den anderen Ehegatten oder Lebenspartner zu besorgen (§ 1357 Abs. 2 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, auch in Verbindung mit § 8 Abs. 2 des Lebenspartnerschaftsgesetzes), aufgehoben wird, wird erst mit Rechtskraft wirksam. 2Bei Gefahr im Verzug kann das Gericht die sofortige Wirksamkeit des Beschlusses anordnen. 3Der Beschluss wird mit Bekanntgabe an den Antragsteller wirksam.

§ 41 FamFG  
Bekanntgabe des Beschlusses 

(1) 

1Der Beschluss ist den Beteiligten bekannt zu geben. 2Ein anfechtbarer Beschluss ist demjenigen zuzustellen, dessen erklärtem Willen er nicht entspricht.

(2) 

1Anwesenden kann der Beschluss auch durch Verlesen der Beschlussformel bekannt gegeben werden. 2Dies ist in den Akten zu vermerken. 3In diesem Fall ist die Begründung des Beschlusses unverzüglich nachzuholen. 4Der Beschluss ist im Fall des Satzes 1 auch schriftlich bekannt zu geben.

(3) 
Ein Beschluss, der die Genehmigung eines Rechtsgeschäfts zum Gegenstand hat, ist auch demjenigen, für den das Rechtsgeschäft genehmigt wird, bekannt zu geben.

§ 42 FamFG  
Berichtigung des Beschlusses 

(1) 
Schreibfehler, Rechenfehler und ähnliche offenbare Unrichtigkeiten im Beschluss sind jederzeit vom Gericht auch von Amts wegen zu berichtigen.

(2) 

1Der Beschluss, der die Berichtigung ausspricht, wird auf dem berichtigten Beschluss und auf den Ausfertigungen vermerkt. 2Erfolgt der Berichtigungsbeschluss in der Form des § 14 Abs. 3, ist er in einem gesonderten elektronischen Dokument festzuhalten. 3Das Dokument ist mit dem Beschluss untrennbar zu verbinden.

(3) 

1Der Beschluss, durch den der Antrag auf Berichtigung zurückgewiesen wird, ist nicht anfechtbar. 2Der Beschluss, der eine Berichtigung ausspricht, ist mit der sofortigen Beschwerde in entsprechender Anwendung der §§ 567 bis 572 der Zivilprozessordnung anfechtbar.

§ 43 FamFG  
Ergänzung des Beschlusses 

(1) 
Wenn ein Antrag, der nach den Verfahrensakten von einem Beteiligten gestellt wurde, ganz oder teilweise übergangen oder die Kostenentscheidung unterblieben ist, ist auf Antrag der Beschluss nachträglich zu ergänzen.

(2) 
Die nachträgliche Entscheidung muss binnen einer zweiwöchigen Frist, die mit der schriftlichen Bekanntgabe des Beschlusses beginnt, beantragt werden.

§ 44 FamFG  
Abhilfe bei Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 

(1) 

1Auf die Rüge eines durch eine Entscheidung beschwerten Beteiligten ist das Verfahren fortzuführen, wenn

1. ein Rechtsmittel oder ein Rechtsbehelf gegen die Entscheidung oder eine andere Abänderungsmöglichkeit nicht gegeben ist und
2. das Gericht den Anspruch dieses Beteiligten auf rechtliches Gehör in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat.

2Gegen eine der Endentscheidung vorausgehende Entscheidung findet die Rüge nicht statt.

(2) 

1Die Rüge ist innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis von der Verletzung des rechtlichen Gehörs zu erheben; der Zeitpunkt der Kenntniserlangung ist glaubhaft zu machen. 2Nach Ablauf eines Jahres seit der Bekanntgabe der angegriffenen Entscheidung an diesen Beteiligten kann die Rüge nicht mehr erhoben werden. 3Die Rüge ist schriftlich oder zur Niederschrift bei dem Gericht zu erheben, dessen Entscheidung angegriffen wird. 4Die Rüge muss die angegriffene Entscheidung bezeichnen und das Vorliegen der in Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 genannten Voraussetzungen darlegen.

(3) 
Den übrigen Beteiligten ist, soweit erforderlich, Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

(4) 

1Ist die Rüge nicht in der gesetzlichen Form oder Frist erhoben, ist sie als unzulässig zu verwerfen. 2Ist die Rüge unbegründet, weist das Gericht sie zurück. 3Die Entscheidung ergeht durch nicht anfechtbaren Beschluss. 4Der Beschluss soll kurz begründet werden.

(5) 
Ist die Rüge begründet, hilft ihr das Gericht ab, indem es das Verfahren fortführt, soweit dies auf Grund der Rüge geboten ist.

§ 45 FamFG  
Formelle Rechtskraft 


1Die Rechtskraft eines Beschlusses tritt nicht ein, bevor die Frist für die Einlegung des zulässigen Rechtsmittels oder des zulässigen Einspruchs, des Widerspruchs oder der Erinnerung abgelaufen ist. 2Der Eintritt der Rechtskraft wird dadurch gehemmt, dass das Rechtsmittel, der Einspruch, der Widerspruch oder die Erinnerung rechtzeitig eingelegt wird.

§ 46 FamFG  
Rechtskraftzeugnis 


1Das Zeugnis über die Rechtskraft eines Beschlusses ist auf Grund der Verfahrensakten von der Geschäftsstelle des Gerichts des ersten Rechtszugs zu erteilen. 2Solange das Verfahren in einem höheren Rechtszug anhängig ist, erteilt die Geschäftsstelle des Gerichts dieses Rechtszugs das Zeugnis. 3In Ehe- und Abstammungssachen wird den Beteiligten von Amts wegen ein Rechtskraftzeugnis auf einer Ausfertigung ohne Begründung erteilt. 4Die Entscheidung der Geschäftsstelle ist mit der Erinnerung in entsprechender Anwendung des § 573 der Zivilprozessordnung anfechtbar.

§ 47 FamFG  
Wirksam bleibende Rechtsgeschäfte 

Ist ein Beschluss ungerechtfertigt, durch den jemand die Fähigkeit oder die Befugnis erlangt, ein Rechtsgeschäft vorzunehmen oder eine Willenserklärung entgegenzunehmen, hat die Aufhebung des Beschlusses auf die Wirksamkeit der inzwischen von ihm oder ihm gegenüber vorgenommenen Rechtsgeschäfte keinen Einfluss, soweit der Beschluss nicht von Anfang an unwirksam ist.

§ 48 FamFG  
Abänderung und Wiederaufnahme 

(1) 

1Das Gericht des ersten Rechtszugs kann eine rechtskräftige Endentscheidung mit Dauerwirkung aufheben oder ändern, wenn sich die zugrunde liegende Sach- oder Rechtslage nachträglich wesentlich geändert hat. 2In Verfahren, die nur auf Antrag eingeleitet werden, erfolgt die Aufhebung oder Abänderung nur auf Antrag.

(2) 
Ein rechtskräftig beendetes Verfahren kann in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Buches 4 der Zivilprozessordnung wiederaufgenommen werden.

(3) 
Gegen einen Beschluss, durch den die Genehmigung für ein Rechtsgeschäft erteilt oder verweigert wird, findet eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, eine Rüge nach § 44, eine Abänderung oder eine Wiederaufnahme nicht statt, wenn die Genehmigung oder deren Verweigerung einem Dritten gegenüber wirksam geworden ist.

§ 49 FamFG  
Einstweilige Anordnung 

(1) 
Das Gericht kann durch einstweilige Anordnung eine vorläufige Maßnahme treffen, soweit dies nach den für das Rechtsverhältnis maßgebenden Vorschriften gerechtfertigt ist und ein dringendes Bedürfnis für ein sofortiges Tätigwerden besteht.

(2) 

1Die Maßnahme kann einen bestehenden Zustand sichern oder vorläufig regeln. 2Einem Beteiligten kann eine Handlung geboten oder verboten, insbesondere die Verfügung über einen Gegenstand untersagt werden. 3Das Gericht kann mit der einstweiligen Anordnung auch die zu ihrer Durchführung erforderlichen Anordnungen treffen.